Biografisches

Seit Beginn der 2010er Jahre leite ich Gruppen, deren Ziel es ist, ethnografisch Feldforschende bei der Gestaltung ihres Forschungsprozesses und der Auswertung ihres Datenmaterials zu unterstützen. Darunter - auf Einladung von Katharina Eisch-Angus - auch sieben Jahre lang (2013-2019) eine Gruppe am Institut für Kulturanthropologie und Europäische Ethnologie der Universität Graz.

 

Meine wissenschaftliche Ausbildung erhielt ich in den 90er Jahren in einem Studium der Kulturwissenschaft an der Universität Bremen, maßgeblich bei der Ethnopsychoanalytikerin Maya Nadig und dem Literaturwissenschaftler und Kulturtheoretiker Matthias Waltz. Hier wurde ich mit einer Studie, die eine Annäherung an die Kultur rund um House Music und Techno versucht, promoviert (Subjekte des Tracks, 2008). Ebendort habilitiert mit einer kulturtheoretischen Studie (Das Kulturelle, 2012), die wesentlich auf meinen popjournalistischen Arbeiten (Intro, De:Bug, taz, Zonic, Lieblingsmusik) basiert. Sounds und die klangliche Dimension des Wirklichkeitserlebens sind ein Schwerpunkt meines Forschungsinteresses geblieben (Alltagsklänge, 2015).

 

Freiberufliche Lehrtätigkeit an Hochschulen in Deutschland, Österreich und der Schweiz - danke an Brigitte Scherer und Sven Opitz und alle! An der Uni Bremen, in der Europäischen Ethnologie an der Universität Innsbruck und am Institut für Medien, Theater und Populäre Kultur der Universität Hildesheim war ich als Wissenschaftlicher Mitarbeiter tätig. 2019 wurde ich an die Katholischen Hochschule Nordrhein-Westfalen in Münster auf eine Professur für Kulturpädagogik - Ästhetik und Kommunikation  berufen, wo ich in den Studiengängen Soziale Arbeit und Heilpädagogik Kurse zwischen Ethnopsychoanalyse und Viv Albertine unterrichte sowie zur Auseinandersetzung mit den Spuren, die der Nationalsozialismus in unseren Familiengeschichten hinterlassen hat.

 

Gruppenanalytische Fortbildung nach Foulkes seit 2015.

 

Ich bin Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Empirische Kulturwissenschaft (DGEKW), der Deutschen Gesellschaft für Sozial- und Kulturanthropologie (DGSKA), des Studio und Archiv Paul Parin und Goldy Parin-Matthèy, des Seminars für Gruppenanalyse Zürich (SGAZ), der Group Analytic Society International (GASi), des Arbeitskreises für intergenerationelle Folgen des Holocaust ehem. PAKH e.V., des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND)/Friends of the Earth Germany und bei Bündnis 90/Die Grünen.

 

Im Studienjahr 2016/17 habe ich den Preis für hervorragende Lehre der Universität Hildesheim erhalten. 

 

Privates: Aufgewachsen im Stuttgarter Vorortstadtteil Weilimdorf, schon lange in der Bremer Neustadt lebend. Verheiratet, Vater, Großvater. Mobilität: DB, Chike, Brompton.

Jochen Bonz, Selfie, Juni 2022 in Freiburg