Termine

Info QSF-Mailingliste:

"As soon as you set out to investigate, be aware of any irritation - anything that resists your control might be a source of insight into the very problem you are interested in", schreibt Angela Kühner 2016 im Special Issue der Zeitschrift Qualitative Inquiry, das sich dem Thema "strong reflexivity" widmet.
Mir spricht das aus der Seele (und außerdem auch aus dem Hirn!) und ich biete seit einigen Jahren Supervisionsgruppen an, die eine solche Forschungshaltung und Forschungspraxis unterstützen.
Die Methode besteht im Wesentlichen aus einer Arbeitsweise, die Balint-Gruppen ähnelt, in Kombination mit gruppenanalytischer Selbsterfahrung. Näheres zur Methode finden Sie hier: https://www.kulturundgruppe.de/konzept/
Meine Gruppen finden in Bremen (monatlich freitagnachmittags), München (acht mal im Jahr montagnachmittags) und Freiburg (dreimal jährlich im Wochenendblockformat) statt.
Die Gruppen sind slow open: Immer zum Jahreswechsel werden neue Teilnehmer:innen aufgenommen.
 
Falls Sie Interesse an einer Teilnahme haben, nähere Informationen wünschen oder den Austausch über die Methode suchen, melden Sie sich bitte vor dem 15. Oktober bei mir unter kulturundgruppe@posteo.de. Wir vereinbaren dann ein Telefonat, um uns zu besprechen und zu überlegen, ob mein Angebot zu Ihrem Anliegen passt.
Jochen Bonz


Info KV-Liste:

Liebe KV-Listenmitglieder,

seit einigen Jahren biete ich fortlaufende Supervisionsgruppen für ethnografisch Forschende an, die für sich einen Raum zur Reflexion des Umstandes haben möchten, dass sie sich beim Forschen selbst, als Personen, zum Instrument des Forschens machen. Also: ihr Selbst einsetzen, um Daten zu erheben, Datenmaterial auszuwerten und Erkenntnisse hervorzubringen. Dass das Forschen derart durch einen hindurch geht, ist ja etwas Schönes, aber eben auch fordernd und konflikthaft.

Die Supervisionsgruppe dient als ein solcher Reflexionsraum, indem sie zwei psychoanalytische Methodenansätze miteinander verknüpft: Die Gruppe praktiziert einen Balint-Gruppen-ähnlichen assoziativen Umgang mit eingebrachtem Feldmaterial und sie praktiziert gruppenanalytische Selbsterfahrung.

Auf diese Weise soll zum einen die ganze Fülle dessen zur Sprache gebracht werden, was im Datenmaterial alles an Informationen enthalten ist. Inga Reimers formuliert diese Qualität der Supervisionsgruppe in ihrer Studie 'Essen mit und als Methode - Zur Ethnographie außeralltäglicher Mahlzeiten' als "Greifbarmachen von schwer verbalisierbaren Aspekten wie sinnlich-leibliche Wahrnehmungen oder Routinen im Sinne von impliziten Wissensbeständen".
Und zum anderen hat die forschende Person in der Supervisionsgruppe die Möglichkeit, sich behutsam aus Verwicklungen zu lösen, die sie in ihrer Forschung eingegangen ist.


Näheres zur Methode hier https://www.kulturundgruppe.de/konzept/ und hier https://www.kulturundgruppe.de/empfehlungen/

Drei solche Gruppen werden von mir geleitet:
eine Gruppe findet monatlich freitagnachmittags in Bremen statt,
eine Gruppe arbeitet an acht Montagnachmittagen im Jahr in München,
eine weitere Gruppe kommt in Freiburg drei mal jährlich an Wochenenden zusammen.

Die Gruppen sind slow open: Die Teilnahme ist für mindestens ein Jahr verbindlich, nur jeweils zum Jahreswechsel werden neue Teilnehmer:innen aufgenommen.

Entsprechend ist jetzt der Zeitraum für Anmeldung und Nachfragen. Bitte schreiben Sie mir bei Interesse bis zum 15. Oktober eine Email an kulturundgruppe@posteo.de. Wir vereinbaren dann einen Termin für ein Telefonat.

Und geben Sie diese Information gerne an möglicherweise interessierte Kolleg:innen und Studierende weiter.

Mit schönen Grüßen,
Jochen Bonz